Schleswiger Dom
Wiedereinweihung der großen Domorgel im Schleswiger Dom

Besucher zu den Orgelkonzerten mit der neuen DomorgelWas der so rausholt…“ sagte eine begeisterte Besucherin der Orgelkonzerte am 4. Juli im Schleswiger Dom. Sie meinte Matthias Eisenberg und seine gerade im Dom verklungene Interpretation romantischer Orgelmusik von Mendelssohn bis Reger. Die Besucherin drückte damit aus, was an diesem Tag die Freude und das Anliegen der Domgemeinde war: Sie wollte ihre Freude über die neue Orgel mit den Besuchern teilen und dabei alles zeigen, bzw. erklingen lassen, was in der neuen großen Domorgel steckte.

Ein Teil der neuen Schuke-Orgel hinter der Marcussen-Orgel - Foto: Alexander Voss, Kiel Neun Monate hat die Sanierung und Neugestaltung gedauert, und nun stand sie da, die neue Orgel. Aus dem Kirchenschiff heraus gesehen fast die Alte. Das Neue sieht man erst, wenn man hinter die Orgel schaut, oder wenn man sie hört. Endlich lässt sich das gesamte Kirchenschiff von ihrem Klang erfüllen. In den vergangenen neun Monaten ist die Marcussen-Orgel von 1963 saniert worden und zusätzlich eine neue Orgel der Firma Schuke aus Berlin entstanden. So ist Gutes bewahrt worden und neues, als Erweiterung und Unterstützung hinzugekommen: eine Marcussen-Schuke Orgel von 1963 und 2010.
In einem festlichen und triumphalen Gottesdienst, der gerade auch von Seiten der Kirchenmusik alles aufbot, zeigte sich die Freude der gut 500 Besucher, Freunde, Interessierte und aller am Orgelbau Beteiligten über den Zugewinn durch die neue Orgel.
Anschließend an den Gottesdienst, immer wieder unterbrochen von kleinen Pausen, in denen auch für das leibliche Wohl gesorgt wurde, präsentierten drei ausgesuchte Konzerte die Domorgel in den besonderen Bereichen ihrer Klangvielfalt. Zuerst erklang durch Wolfgang Zerer aus Hamburg, vor allem die Marcussen-Orgel mit Werken von Johann Sebastian Bach. Matthias Eisenberg aus Zwickau ließ den Hörer die Klangfarben der Romantik erleben. Und schließlich ließ der Domorganist Rainer Selle seine Orgel“ unter dem Motto Französisch-symphonische Highlights“ noch einmal erklingen. Die Orgel durfte sich so in ihrer ganzen Bandbreite ihrer Möglichkeiten zeigen: von verzaubernd anmutig bis zur überwältigenden Klangfülle konnte sie als stufenlos an- und abschwellendes Klangerlebnis hörbar werden.
Dass die Orgel das alles mitgemacht hat!“, seufzt Rainer Selle erleichtert und glücklich am Abend dieses langen und vielfältigen Orgeltages.
Der Schleswiger Dom ist reicher geworden an diesem Orgelklang, den man genießen kann, und der den Genuß der Musik durch die verschiedenen Stilrichtungen möglich macht, das hat dieser Tag erlebbar gemacht. Sicher wird die Orgel noch viele Liebhaber der Orgelmusik anziehen; Menschen, die ihren Klang genießen.
Klang ist unsere Leidenschaft“, so lautet nämlich ein Motto der Berliner Orgelbaufirma Schuke, das sie hier im Schleswiger Dom verwirklicht hat. Dieses Motto trifft die Herzen vieler Menschen, die ihre Leidenschaft zum Klang der Orgel haben. "Die Orgeln sind ein Schatz unserer Kirchen. Wir sind verpflichtet, dieses wunderbare Geschenk unserer Mütter und Väter für kommende Generationen zu erhalten.", beginnt auch Bischof Gerhard Ulrich in seinem Vorwort der zur Orgeleinweihung herausgegebenen Multimedia-Festschrift der Domgemeinde.
Dieser Schatz im Dom ist gut erhalten und erweitert worden, auch wenn für die Finanzierung immer noch 72.000 aufzubringen sind. Wer in die Nähe von Schleswig kommt, sollte es sich nicht entgehen lassen, die neue Domorgel zu hören.
Eingestellt von: Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit